Auf dem obligatorischen Kurztrip an der Mangaecke vom Büchergeschäft war tatsächlich mal wieder etwas dabei, dass man ohne Sorge um einen Hirnschaden lesen konnte.
Erdbeeren & Marshmallows, so der kitschig-süße Titel. Fällt normalerweise nicht in mein bevorzugtes Genre, doch beim kurzen Durchblättern gefiel mir nicht nur der Zeichenstil (ruhig, logisch, kaum Freisteller), sondern auch die Erzählweise. Eine kleine Perle im Mainstreamschrott, sozusagen. Etwas sehr seltsam mutet das
Cover der ersten Ausgabe an. Ich weiß ja nicht ob ich da überemfindlich bin, aber an Bildern von kleinen Mangafiguren herumzurubbeln (Komm näher! Ich rieche nach Erdbeeren!) und meine Nase schnüffelnderweise in Röckchen-Höschenhöhe ans Büchlein zu pressen, ist ein wenig... naja... pervers. Oder soll das im Endeffekt eine Homage an den Enthüllungsknallfrosch Ilona Christen sein, die wahrscheinlich mit Anal Futur noch so jedes Mangahöschen weiß und erdbeerig duftend bekommen hätte? Lieber Tokyopop Verlag, wenn ihr euch in der gleichen Manier rubbelt, kommt garantiert keiner näher.
lem - Montag, 24. Oktober 2005, 18:32