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gejobbt

Rang rang. (gejobbt)


Manchmal möchte man Kunden mit einem nassen Handtuch erschlagen. Oder wie George Carlin es ausdrückte: Now here's a bunch of morons who ought to be locked into portable toilets and set on fire.

Zitronenterrorismus (gejobbt)


Rauchen im Büro ist unerträglich, macht zum Glück keiner in unserer Firma. Die Luft, sofern es nicht zieht, ist immer angenehm. Doch manchmal werden ganz andere Waffen aufgefahren: Duftlampen. Mit Zitrusgerüchen. Und nicht, wie man meinen möchte, von in Batikkleidern gehüllte, älteren Damen, die sich nebenbei den Bio-Grünkern-Öko Bratling munden lassen, sondern von einem stämmigen Kerl, der zumindest von außen garnicht nach Bratling aussieht.

Ist die Chemiewaffe also einmal angefeuert, verbreitet sich der penetrant zitronige Duft in den hinteren Büroräumen - ganz den Gesetzen der Thermodynamik folgend. Ganz den Gesetzen der Übelkeit folgend, schwirrt einem dann der Kopf. Die Zähne surren im Takt des Schläfenpochens, und der Magen möchte auch eine Runde mitpokern.

Da wünscht man sich doch fast einen Raucher herbei. Denn der entspricht, mehr als der gutmeinende Ökozitronello, einem Feindbild, das man gerne anschnauzen möchte. Der Zitronenhai dagegen, möchte einfach was für unsere Gesundheit tun.... der Gute.

Und mein Magen sagt "fold".

Futterneid (gejobbt)


Wenn man eines recht schnell in der Werbebranche lernt, dann die Tatsache, das sobald es öffentliche Belobigungen oder derartiges abzugreifen gibt, die Freundschaft wirklich, wirklich schnell aufhört.

Das Corpus delicti: eine Anzeigenreihe für einen Hersteller von wenig charmanten, großen Baumaschinen. Hartes Terrain. Eingefahrenes Fachpublikum ist die Zielgruppe.

Die Protogonisten: eine Art Directorin und eine ein Stück jüngere Grafikdesignerin.

Der Tathergang: Besagte Anzeigenreihe wurde erstellt. Dem Kunden gefällt das Logo der Grafikerin besser, also wird dieses eingesetzt. Die Motive erfordern Hardcore - Photoshopping, und weil die AD einen feuchten Furz von Reinzeichnung versteht, stampft die Grafikdesignerin diese in einem Tag aus dem Nichts. Es sind schöne Motive, photorealistisch. Die Grafikerin ist ein Stück stolz auf ihre Arbeit. Dem Kunden gefällt's, alle sind happy. Die bunte Werbewelt scheint noch in Ordnung zu sein.

Die Tage gehen ins Land, und irgendwann beschließt die Agentur, eine kurze Pressemeldung anlässlich des Erscheinens der Anzeigen herauszugeben. Und aus irgendwelchen nichtigen Gründen, wird erwähnt, das die Grafikdesigerin die Grafiken erstellt hat. Die Art Direktreuse bekommt dies mit, liest den Artikel und eine Gackerei sondergleichen fängt an. Die Grafikerin fühlt sich durch die erstmalige Erwähnung in einer Agenturnews ein wenig geschmeichelt, merkt aber im Hinblick auf das AD'sche Gegacker und zur Errettung des Friedens im Atelier an, man könne den Artikel doch um den Namen der so unglaublich Gekränkten ergänzen.

Das Gegacker zieht weiter in Richtung Agenturleitung, die kurz und knapp ihre Gründe für die Nichtnennung der Gackernden belegt. Diese sieht das aber nicht unbedingt als Grund, die überzogene Entrüstung abzulegen und zum Tagesgeschäft zurückzukehren. Es wird also weiter lamentiert, bis die Situation durch die Löschung jeglicher Namen in dem Artikel deeskaliert wird. Und ich die Grafikerin, der die ganze Sache von vornherein eigentlich piepegal war, ist nun genervt von dem unglaublich aufgeblasenem Spektakel.

Futterneid, anyone?

Simsalabim! *puff* (gejobbt)


Er ist weg. "Gegangen worden", wie der Volksmund sagt. Die, wenn auch plötzliche Entscheidung, wundert mich nicht. Fies? Nein. Nur realistisch.

Jetzt kann um mehr Gehalt gefeilscht werden. Hö hö hö. *hust*

Statt Daumendrehen und Sahneschnittchen... (gejobbt)


Der neuste Hit in der Mittagspause: Werbung zusammenbasteln. Hier ein besonders nettes Beispiel der Bildagentur Masterfile, die das Kind im Grafiker durch ein Steckspielchen herauszulocken versucht. Und, natürlich, funktioniert das auch. Angestrengt, die Zunge im Mundwinkel eingeklemmt, fummelt man die kleinen Bausteinchen von der Halterung und legt mit akribischer Genauigkeit den Papageien (Anleitung lag bei, ansonsten wäre es wohl eine Tagesaufgabe geworden, herauszufinden was in das Loch soll) nach.

Allerdings fand ich es am Ende doch etwas schnöde. Das berühmte "Malen nach Zahlen"-Gefühl. Das nächste Mal, liebe Masterfiler, versendet doch eine gänzlich leere Fläche. Auch wenn damit die Produktivität einer Agentur für zumindest einen Tag gänzlich zum erliegen gebracht würde. Viele viele bunte Steeeeinchen!

masterfile

Liebes Agenturtagebuch... (gejobbt)


Mit Menschen zusammenzuarbeiten, die erwiesenermaßen noch ein ganzes Stück emotionaler sind als man selber, ist eine harte Geduldsprobe. So zum Beispiel mein Art Director, der eine Lehrstunde bei der Budget Autovermietung an einem Schlomosamstag gut hätte gebrauchen können, was Stressbewältigung angeht. Kaum rückt ein Abgabedatum etwas näher, stöhnt und seufzt der Mensch schlimmer als eine Bordsteinschwalbe im Berufsverkehr, raschelt nervös mit Blättern herum, steht auf, rennt im Kreis, macht das Fenster auf (dann wieder zu), setzt sich, stöhnt, ächzt, raschelt, flucht, raschelt, flucht und...

...verwendet "Stop-Phrasen". Stop-Phrasen sind, wer schon mal versucht hat kreativ zu sein, diese kleinen, feinen Sätze, die einem jegliche Kreativität rauben. Instant decreativity, wie man es als Marketingschlampe wohl ausdrücken würde. Nachdem der Herr also geraschelt, geflucht und gestöhnt hat, schleicht er sich an mich heran und beendet mit einem kurz und knappen "Nein so nicht!" meine noch so zarten kreativen Ansätze. Das er damit jedem in der unmittelbaren Umgebung ernsthaft auf die Eier geht, kommt ihm nicht in den Sinn. Schließlich hat er als raschelnder Platzhirsch das ureigenste Recht sich von einem Anfall in den nächsten steigern zu dürfen.


agt_01


Dank der ansonst netten Arbeit in der Agentur kommt man bei solchen Attacken aber meist mit einem Schrecken und der Erkenntnis, das sich instabile Emotionalität anscheinend geballt in den Medienberufen sammelt, davon.

hydrophonic thoughts

mind the scraps.

Hochzeitsfond Jan. '09

// Not affiliated with
// Fishfond.


Stand:
____________15 €
(Spende by Sascha)



Goodbye Maxvorstadt.
Eine Woche noch.
lem - 21. Nov, 13:24
Stell dir vor es ist...
Seit Anfang diesen Jahres bleibt...
lem - 19. Sep, 20:53
Rang rang.
Manchmal möchte man Kunden...
lem - 26. Jun, 12:36
Ich geb's ja zu, bei...
Ich geb's ja zu, bei Zahnärzten schwindet mein...
lem - 9. Jun, 22:02
Zahnarztbesuch + Jammern...
Zahnarztbesuch + Jammern = Jammerlappen :D
Micha (Gast) - 2. Jun, 14:42

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Zuletzt aktualisiert: 21. Nov, 13:24

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